Alt werden (kartoniertes Buch)

Ausgewählte Texte, Themenwelten
ISBN/EAN: 9783727453663
Sprache: Deutsch
Umfang: 280 S.
Format (T/L/B): 1.7 x 18 x 11.6 cm
Auflage: 2. Auflage 2019
Einband: kartoniertes Buch
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Wie Rudolf Steiner das Alter sah: Ein Beitrag zur wachsenden Bedeutung dieses Lebensabschnittes in unserer Zeit Dieser Band versammelt alle wesentlichen Texte aus dem Gesamtwerk Rudolf Steiners, die das Alter und den Prozess des Alterns als eine wichtige Entwicklung des Menschen betreffen. Die Gliederung der Zusammenstellung erlaubt ein rasches Nachschlagen und ermöglicht so leichte Orientierung. Die Fülle der Ansichten überrascht und zeigt zugleich, welche Bedeutung dem Altern von einem spirituellen Gesichtspunkt aus zukommt. In einer Zeit, die den unschönen Begriff der Überalterung geprägt hat, verdient dieser Lebensabschnitt eine sorgfältige, menschenkundliche Betrachtung, die sich nicht auf das Physisch-Materielle beschränkt, sondern geistig-übersinnliche Aspekte einbezieht. Erst so lässt sich beurteilen, worin die tiefere Bedeutung des demografischen Umschwungs in den industrialisierten Ländern liegen könnte
Franz Ackermann, geb. 1951 in Zürich. Besuch der Rudolf Steiner Schule, Seminar für pädagogische Grundausbildung, Mitbegründung einer Waldorfschule. Elf Jahre als Klassenlehrer tätig, zwanzig Jahre Leiter eines Alters- und Pflegeheims. Initiant zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Sterbekultur, einem Fachzweig der Anthroposophischen Gesellschaft. Veranstalter und Kursleiter in Bereich Sterbekultur. Mitverantwortlich im Trägerverein www.sterben.ch. Zwölf Jahre Mitwirkung im Vorstand der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz.
"Denn sehen Sie, wenn Sie alt werden, was müssen Sie denn tun? Wer das Menschenwesen nicht kennt, der kann gar nicht in der richtigen Weise ermessen, was das eigentlich heißt, dass ich als Kind in dem Zeitalter, wo sie sich einzig und allein dem Menschen einprägen, gewisse Impulse erlangt habe. Damals konnte ich diese Impulse nur in den weichen, fügsamen, schmiegsamen, plastisch-musikalisch zugänglichen kindlichen Organismus tauchen, den hatte ich noch. Im späteren Leben habe ich einen härter gewordenen, nicht körperlich meinetwegen, aber seelisch-leiblich ins Sklerotische hineingehenden Körper. Ja, dasjenige, was an mir erzogen worden ist, das wird ja gar nicht alt! Es ist nicht wahr, dass das alt wird. Man ist, wenn man noch so alt geworden ist, innerlich mit genau demselben kindlichen Wesen ausgestattet, mit dem man ausgestattet war, sagen wir, zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr. Das trägt man immer in sich. Aber das muss so biegsam und schmiegsam sein, dass es nun auch dieses alte Gehirn, auf dem schon ein kahler Schädel ist, benützt, wie es dazumal das weiche Gehirn benützt hat."