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Der Geldverleiher

Ein viktorianischer Roman, Die Andere Bibliothek 441

Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783847704416
Sprache: Deutsch
Umfang: 472 S.
Format (T/L/B): 3.3 x 22 x 13 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Ein verblüffender Fund: Der junge Theodor Fontane entdeckt die viktorianische Erfolgsautorin Catherine Gore - Fontanes Übersetzung zeigt den werdenden Romancier.Catherine Gore (1799-1861), eine der meistgelesenen Autorinnen ihrer Zeit, porträtierte in ihrem 1842 in Fortsetzungen erschienenen Gesellschaftsroman Der Geldverleiher die englische Gesellschafts- und Finanzwelt. Mit drastischem Realismus und ihrer Beschreibungs- und Beobachtungskunst demaskiert sie eine Epoche voller Standesdünkel und antijüdischer Vorurteile. Theodor Fontane (1819-1898) hat den Roman der Zeitgenossin von der britischen Insel mit einer erstaunlichen Sprach- und Stilsicherheit übertragen - lange bevor er seine berühmten Romane schrieb, die ihn zum großen Klassiker des bürgerlichen Realismus machten.Auf Grundlage eines wiederentdeckten Typoskripts hat der Literaturwissenschaftler, Historiker und Fontane-Biograph IwanMichelangelo D'Aprile dieses übersetzerische Meisterstück aus Fontanes jungen Jahren ediert; sein Vorwort erhellt ein fehlendes Stück in Fontanes Gesamtwerk und bereichert uns um die Kenntnis seiner englischen Vorbilder. "Ein richtiger Schmöker. Ein äußerst interessantes Buch des Übergangs von der romantischen Schauergeschichte zum realistischen Roman. Gore wollte unterhalten, und das ist ihr sehr gelungen." - Jürgen Kaube, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Autorenportrait

Catherine Gore (1799-1861) gehörte zwischen den 1830er- und den 1850er-Jahren mit ihren rund 70 Romanen und Erzählungen zu den meistgelesenen englischen Autoren und zählt heute zum Kanon der viktorianischen Literatur. Wie Jane Austen, William M. Thackeray oder Emily Brontë hat sie in ihren Romanen das gesellschaftliche Leben der "höheren Klassen" dargestellt und veröffentlichte ihren Gesellschaftsroman Der Geldverleiher 1842 zunächst als Fortsetzungsroman in einer liberalen Monatszeitschrift - unter dem Titel The Money-Lender - und ein Jahr später als Buch.