Sarah Kuttner: "180 Grad Meer"

Montag, 14.März

"Nur selten kann Jule richtig abschalten. Zu viele Dinge lassen die ganze Wut hochkommen, die sich bei ihr über die Jahre angesammelt hat. In ihrem Alltag versucht sie, allen Problemen aus dem Weg zu gehen: Den Kontakt zu ihrem Vater hat sie abgebrochen, die Anrufe ihrer depressiven Mutter würde sie am liebsten ignorieren und ihr Job kostet sie von Tag zu Tag mehr Überwindung. Einzig bei ihrem Freund hat sie sich einen Rückzugsort geschaffen, aber als auch der in Gefahr ist, flüchtet sie zu ihrem Bruder nach England. Doch dort trifft sie ungewollt auf ihren Vater. Ihr wird schließlich klar, dass sie sich ihren Problemen stellen muss. Sarah Kuttner blickt in ihrem neuen Roman aufrichtig und berührend aber gewohnt humorvoll auf die Widersprüche des Lebens, die es in unserer Zeit auszuhalten gilt. Eine tragische Komödie über den Mut zu leben."

Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Sie wurde mit ihren Sendungen "Sarah Kuttner — Die Show" (VIVA) und "Kuttner" (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD, dort war sie zuletzt mit "Kuttners Kleinanzeigen" und "Ausflug mit Kuttner" zu sehen. Bei zdf.neo hat sie das Großstadtmagazin "Bambule" moderiert, zurzeit läuft dort ihr erfolgreiches Talkshowformat "Kuttner plus Zwei". Ihre Kolumnen für die "Süddeutsche Zeitung" und den "Musikexpress" wurden im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. Ihr erster Roman "Mängelexemplar" erschien 2009 und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. 2011 erschien ihr zweiter Roman "Wachstumsschmerz".

Veranstalter: ROXY gemeinnützige GmbH
Leseprobe

14.03.2016 - 20:00
Roxy Ulm, Schilelrstraße 1, 89077 Ulm
VVK 17,50 / 15,50, AK 19,00 / 17,00
Kuttner, Sarah
Fischer, S. Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783100024947
18,99 € (inkl. MwSt.)

Guten Morgen Ulm

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Stimmungen

– ein Akrostichon –

Keiner weiß mehr, was genau.
Unsicher, ob ich mich trau.
Lausche Sachen, täglich neu.
Tue viel, mir selber treu.

Ulmer hier, Neu-Ulmer da.
Regional und manch Trara.
Bleib zu Hause oder nicht.
Und ich schreibe ein Gedicht.

Chaosgleich manch neuen Regeln
Hektisch auf uns niedersegeln.
Auch dem Staat sei zugestanden,
Neu ist alles, nichts vorhanden.

Drohung hier und Öffnung da.
Leben, wie noch nie es war.
Unsre Welt im Virus g’fangen.
Nervig wir um Rettung bangen.

Ganz gemütlich bleibt nur lesen.
Jederzeit ist’s so gewesen.
Abenteuer, neue Sachen
Staunend uns und glücklich machen.

Träumen fort in and’re Welten.
Rabulisten dort nichts gelten.
Alles dies und mehr ich suche
Morgen dann im nächsten Buche!

© Thomas Dietrich

DANKE