"Meine Berge bist du" von Francesco Vidotto
Francesco, der Ich-Erzähler, trifft im Hier und Jetzt in den Dolomiten auf den alten Guido Contin. Beide lesen die Briefe von Onesto, die dieser vor vielen Jahren an die Berge der Umgebung adressiert hat.
Es beginnt eine poetische Reise in die Vergangenheit, in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts. Onesto, sein Zwillingsbruder Santo, die von beiden geliebte Céleste und dazu die Berge als Symbol für Stärke und Beständigkeit bilden das Fundament für diese berührend tragische Familiengeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Ausdrucksvoll, atmosphärisch dicht, zum Teil auch auf schnelle emotionale Wirkung abzielend, geht es um Liebe, Verlust, Hoffnung, Schuld, Sehnsucht und Loyalitat, verpasste Chancen, aber auch um Gewalt und die Brüchigkeit des Lebens.
Francesco Vidottos "Meine Berge bist du" ist ein Roman, der Spuren hinterlässt und mich sehr beeindruckt hat.
Christine Berenbeck