Guten Morgen Ulm

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Von Hysterie bis scheißegal

Sitz‘ daheim am Pianoforte,
spiele Lieder ohne Worte
und versuche auszuschalten,
wie manch‘ Leute sich verhalten.

Viele immer noch nicht checken,
Mund und Nase zu bedecken.
Denn auch Niesen birgt Gefahr.
Das ist einfach, logisch, klar.

Halbherzig die Welt zu schützen,
wird uns allen garnichts nützen.
Hier gibt’s keine Qual der Wahl,
außer man denkt: „Scheißegal!“

Andre Leute sich verstecken
in den heimischen vier Ecken,
schauen höchstens aus dem Fenster
und seh’n aus fast wie Gespenster.

Und auch dieses ist fatal,
denn ihr Leben wird zur Qual.
Glücklich scheinen selten sie
in dem Zustand Hysterie.

Neulich war ich in der Schweiz.
Und das hatte seinen Reiz,
ohne Maske einzukaufen –
dafür aber Menschenhaufen.

Auch in Austria nebenan
man die Maske sparen kann.
Ach, was soll ich denn nur tun,
dass ich bleibe g’sund, immun?

Keiner weiß es, viele raten
dies und das und andre Taten.
Mag Extreme nicht so leiden.
In der Mitte liegt’s Bescheiden.

© Thomas Dietrich