Der Richter der Sieben - Cover
Neu

Details

ISBN/EAN: 978-3-690-90845-0
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
Weitere Details
Auflage:
2. Auflage 2026
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
1.48 MB
Empfohlene App:
Weitere Details arrow_forward_ios

Der Richter der Sieben

eBook - Der packende Krimi mit einem ungleichen Ermittlerduo, Überarbeitete Ausgabe, Überarbeitete Ausgabe

4,99 €
inkl. MwSt.

Herunterladen

Beschreibung

Zwei Ermittler. Ein Serienmörder. Ein tödliches Spiel mit Glauben und Schuld. Der atemraubende Kriminalthriller über düstere Morde und zwei eigenwillige Kommissare

An zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen werden die grausam zugerichteten Leichen zweier Frauen gefunden. Ein brennendes Grablicht, ein Holzkreuz, eine auf die Stirn genagelte Pik-Sieben. Für die Kriminalhauptkommissare Christian Thaler und Stephan Kralik beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und gegeneinander.

Unfreiwillig zum Team geworden, könnten die beiden unterschiedlicher kaum sein. Während sie sich in ihren Differenzen verlieren, schlägt der Täter erneut zu. Erst als eine dritte Leiche entdeckt wird, erkennen sie: Sie jagen einen Serienmörder mit perfidem System und womöglich religiösem Wahn. Als ein weiterer Mord alles infrage stellt, wächst der Druck. Und während die Kommissare glauben, dem Täter näher zu kommen, hat dieser längst den nächsten Zug geplant …

Dies ist eine überarbeitete Neuausgabe des bereits erschienenen Titels Opfergrab.

Dieser nervenzerreißende Krimi vereint alles, was Fans von Serienkiller-Romanen, True-Crime-inspirierten Fällen und düsteren Ermittlungen lieben: ein ungleiches Ermittlerduo, ein skrupelloser Täter und ein Fall, der unter die Haut geht. Hochspannung garantiert bis zur letzten Seite.

Erste Leser:innenstimmen „Sympathisches Ermittlerduo und ein hochspannender Fall, ich kann den Kriminalroman nur empfehlen!“ „Hat mich immer wieder überrascht und vor allem durchgehend an die Seiten gefesselt.“ „Überzeugende Mischung aus Krimi und Thriller, aber nichts für schwache Nerven.“ „Schreibstil und Handlung laden zum Verschlingen ein – Spannung pur!“

Leseprobe

Eins

Die schwarz-grüne Fliege versuchte schon den ganzen Tag vergeblich, hinter den geschlossenen Lamellen gegen den Staub und die Hitze des Fensterglases anzufliegen. Niemand machte sich die Mühe, sie zu verscheuchen oder zu erschlagen. Dafür war sie nicht lästig genug. Je ruhiger sie wurde, je weniger Beachtung bekam sie. Bis zu dem Moment, als sie herunterfiel und einfach liegen blieb. Es war die plötzliche Stille, die alle hellhörig machte.

„Der Tod gehört zum Geschäft.“

„Tja, wem sagst du das.“

„Der Sensenmann richtet sich nach keinem Zeitplan.“

„So, genug der Philosophie, meine Herren, es ist Freitag, neunzehn Uhr. Wir haben ausreichend abgestandene Büroluft eingeatmet. Auch wenn es heute, wie leider so oft, keinen Grund zum Feiern gibt, sollten wir am Ritual festhalten.“

Sie nickten und würfelten nacheinander. Torsten verlor, er hatte mit der Zwei die niedrigste Zahl. Seufzend stand er auf.

„Öffnen müsst ihr selber.“

Er stellte die eisgekühlten Bierflaschen mit Schwung auf die Schreibtische seiner Kollegen.

„Na dann, zum Wohle!“

„Was trinkst du? Ein Alkoholfreies?“

Mario sah auf. „Einen erwischt es immer.“

„Lasst mich ja mit dem Zeug in Ruhe und macht euch um mich mal keine Sorgen. Ersatzstoff trinke ich nicht. Einer der Bullen muss ja nüchtern bleiben, um fahren zu können, und das Schicksal hat bekanntlich soeben beschlossen, dass ich an der Reihe bin.“

Die anderen waren froh, dass sie mehr Glück gehabt hatten als Torsten. Sie schoben ihre Unterlagen in die Aktenmappen und schlossen sie weg.

„Montag ist auch noch ein Tag.“ Nun war es an Silvio, eine Lebensweisheit von sich zu geben.

Gläser brauchten sie nicht. Wie immer standen sie noch kurz mit den Flaschen in der Hand vor der Glaswand und betrachteten die Bilder, Zeichnungen und Notizen der ungelösten Fälle.

„Schon was vor?“ Silvio mochte kurze Sätze.

„Am Wochenende? Eigentlich nicht. Das Wetter soll aber schön werden.“ Mario hob seine Flasche.

„Na dann, wir könnten ja morgen Abend bei mir grillen und die eine oder andere Hopfen-Kaltschale trinken.“

Torsten übernahm nun wieder die Initiative.

„Als wenn wir nicht schon in der Woche genug aufeinanderhängen.“

Sie lachten und stießen an.

„Also abgemacht.“

Dieser kurze Satz klang wie ein Chor, den Mario mit den Worten beendete: „Aber nur mangels besserer Ideen und weil wir sonst keine Freunde haben.“

Schweigend betrachteten sie die neuesten Fotos, die einer jungen Frau. Sie war noch nicht lange tot gewesen, als man sie gefunden hatte.

„Ein hübsches Mädchen.“

„Du sagst es, Torsten.“

Sie prosteten sich zu.

„Blond, jung, perfekte weiße Zähne. Julia Keller war eine sehr schöne Verkäuferin.“ Silvio nickte, um seine Worte zu unterstreichen.

„Schluss jetzt, das macht sie auch nicht wieder lebendig. So, wie du von ihr sprichst, könnte man denken, du bist wie ein Schüler, der in seine Lehrerin verliebt ist.“

Torsten nahm einen letzten Schluck Cola. „Trinkt aus, ich will nach Hause. Sonst muss ich mit euch Pappnasen noch in der Polizeiinspektion übernachten und mir den Ort hier als Nebenwohnung eintragen lassen.“

Wenig später saßen sie in seinem alten Passat und fuhren in Richtung Hochstraße zur Neustadt.

„Was für eine Woche.“

Silvio saß hinten rechts und gähnte. Er hatte die Augen halb geschlossen, um nicht von der tief stehenden Sonne geblendet zu werden.

„Wir ermitteln jetzt schon eine Woche und haben immer noch nichts Konkretes in Erfahrung gebracht. Wir wissen, wie sie heißt, woher sie kommt und kennen ihre Familiengeschichte. Aber vom Täter oder der Täterin wissen wir noch gar nichts. Darüber hinaus ist das ja auch nicht unser einziger Fall. Es gibt immer mehr zu tun, als wir eigentlich schaffen können. Ich weiß nicht, ob irgendwann der Tag kommt, an dem wir mal nichts haben und an dem es keine ungeklärten Fälle mehr gibt. Wäre ich gläubig, würde ich dafür beten. Ein Tag ohne Ermittlungen, Tod, Gewalt und Sumpf. Keine Sonderkommission, nichts, nur alte Berichte abtippen und den Schreibtisch aufräumen.“

Er kurbelte die Fensterscheibe herunter und spuckte. „Knicken, lochen, abheften. Bürosport.“

„Mach zu, es zieht. Es waren übrigens erst fünf Tage“, entgegnete Torsten.

„Häh?“ Silvio schloss das Fenster.

„Es waren fünf Tage, mein Lieber. Du sagtest gerade, dass wir schon eine Woche ermitteln. Montag wurde die Leiche gefunden und heute ist Freitag. Das ist noch keine ganze Woche, wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf. Selbst, wenn man den Sonntag hinzurechnet, an dem sie ermordet wurde, ergibt das keine volle Woche.“

„Klugscheißer! Konzentrier dich lieber aufs Fahren!“, sagte Silvio entnervt.

Sie hatten in der Zwischenzeit den Halleschen Riebeckplatz überquert. Es gab um diese Zeit kaum Verkehr, nur einige Ausflügler.

„Warum lag sie in einer Dorfkirche? Warum sah es so aus, als hätte man sie gekreuzigt? Warum überhaupt sie?“ Torsten war gedanklich noch immer bei dem Fall.

„Hört auf, Jungs, ich hasse es, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Wir schrubben schon in der Woche mehr Stunden, als unserem Dienstherrn eigentlich zustehen.“

Mario, der auf dem Beifahrersitz saß, sprach sonst eher wenig.

„Kripo hin oder her, ich will jetzt Feierabend haben, okay? Also lasst mich in Ruhe.“

Er schloss die Augen und fügte ein leises „Bitte“ hinzu.

Doch es dauerte nicht lange, da fing Torsten schon wieder an. „Noch mal ganz kurz, entschuldigt, aber mir geht da etwas nicht aus dem Kopf. Ich muss die ganze Zeit an die Spielkarte denken, die man ihr auf die Stirn genagelt hatte.“

Sofort waren sie in Gedanken wieder bei der Pik Sieben.

„Diese Karten kann man in jedem größeren Supermarkt kaufen. In der Spielwarenabteilung oder bei den Zeitschriften ist das Massenware. Oft sogar auch am Bahnhofskiosk und einfach online. Aber warum ausgerechnet …“

Silvio fiel ihm ins Wort: „Ja, Massenware, das stimmt, darum dreht es sich doch. So können wir das nicht zurückverfolgen. Außerdem hat der Täter keinerlei Spuren hinterlassen. Die Pik-Sieben kann Zufall oder Absicht sein … sie kann uns etwas sagen wollen …“

Silvio unterbrach ihn. „Okay, es war eine schwarze Spielkarte und keine Herzdame, auch keine andere Karte, verdammt. Das hast du doch alles schon in deinen Bericht geschrieben, es lohnt sich also nicht, erneut darüber zu spekulieren, da beißt sich die Katze in den Schwanz. Kreuz hätte eine religiöse Bedeutung, Pik könnte das Gegenstück zur roten Sieben sein, und schwarz für das Böse stehen. Oder die Bedeutung liegt noch tiefer, wie beim Tarot. Vielleicht sind wir aber auch komplett auf dem Holzweg, und alles ist ganz anders. Wir wissen es nicht. Noch nicht zumindest.“

„Jemand hat sie auf die Stirn des Opfers genagelt, und zwar jedes Mal. Das lässt mir einfach keine Ruhe. Wartet, ich habe …“, sagte Torsten.

„Du...

E-Book Informationen

Alle hier erworbenen E-Books können Sie in Ihrem Kundenkonto in die kostenlose PocketBook Cloud laden. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass Sie von Ihrem PocketBook E-Reader, Ihrem Smartphone, Tablet und PC jederzeit auf Ihre gekauften und bereits vorhandenen E-Books Zugriff haben.

Um die PocketBook Cloud zu aktivieren, loggen Sie sich bitte in Ihrem Kundenkonto ein und gehen dort in den Bereich „Downloads“. Setzen Sie hier einen Haken bei „Neue E-Book-Käufe automatisch zu meiner Cloud hinzufügen.“. Dadurch wird ein PocketBook Cloud Konto für Sie angelegt. Die Zugangsdaten sind dabei dieselben wie in diesem Webshop.

Weitere Informationen zur PocketBook Cloud finden Sie unter www.meinpocketbook.de.

Allgemeine E-Book-Informationen

E-Books in diesem Webshop können in den Dateiformaten EPUB und PDF vorliegen und können ggf. mit einem Kopierschutz versehen sein. Sie finden die entsprechenden Informationen in der Detailansicht des jeweiligen Titels.

E-Books ohne Kopierschutz oder mit einem digitalen Wasserzeichen können Sie problemlos auf Ihr Gerät übertragen. Sie müssen lediglich die Kompatibilität mit Ihrem Gerät prüfen.

Um E-Books, die mit Adobe DRM geschützt sind, auf Ihr Lesegerät zu übertragen, benötigen Sie zusätzlich eine Adobe ID und die kostenlose Software Adobe® Digital Editions, wo Sie Ihre Adobe ID hinterlegen müssen. Beim Herunterladen eines mit Adobe DRM geschützten E-Books erhalten Sie zunächst eine .acsm-Datei, die Sie in Adobe® Digital Editions öffnen müssen. Durch diesen Prozess wird das E-Book mit Ihrer Adobe-ID verknüpft und in Adobe® Digital Editions geöffnet.

Bei E-Books die mit Readium LCP geschützt sind erscheint bei dem ersten Öffnen auf ihrem Reader ein Hinweisfenster mit der Aufforderung ein Passwort einzugeben. Gleichzeitig öffnet sich ein Infofeld in dem das Passwort steht. Tragen Sie dieses Passwort in das Eingabefeld ein und bestätigen Sie die Eingabe. Danach öffnet sich das E-Book automatisch. Um E-Books die mit Readium LCP geschützt sind auf einem Tablet/Laptop/Smartphone lesen zu können, benötigen Sie ein Programm, das in der Lage ist, mit diesem Kopierschutz umzugehen. Das ist z.B. der Thorium Reader (Windows, Mac, Linux) oder die PocketBook App (iOS, Android). Fügen Sie das heruntergeladene E-Book in das Programm ein. Bei dem ersten Öffnen erscheint ein Hinweisfenster mit der Aufforderung ein Passwort einzugeben. Gleichzeitig öffnet sich ein Infofeld in dem das Passwort steht. Tragen Sie dieses Passwort in das Eingabefeld ein und bestätigen Sie die Eingabe. Danach öffnet sich das E-Book automatisch.